Blutsauger, Räuber und angewandte Physik

Montag, 1. August 2004

Blutsauger, Räuber und angewandte Physik

Wir ham das ganze Wochenende gebuddelt wie verrückt und habens wirklich geschafft komplett in die neue Wohnung umzusiedeln. Totaler Sieg auf allen Fronten. Der grösste Durchbruch waren die superdünnen Vorhänge von Ikea die wir zerschnitten und als Moskitonetze mit der Klammerlmaschine an die Fensterrahmen gehämmert haben. Jetzt haben wirs angenehm frisch und kühl und die lästigen Blutsauger sitzen draussen und schaun rein.

In der Nacht von Freitag auf Samstag ist in der Firma eingebrochen worden. Aus dem Safe sind fast $70.000.- gestohlen worden. Sieht so aus als hätte jemand die Schlüssel gehabt was wiederum heisst das die Versicherung nicht zahlen wird. O la la, ich glaub da werden ein paar Köpfe rollen.

In der Arbeit werd ich schon schön langsam zugeschneit mit lauter Sachen die zu tun sind. Ist schon bald vorbei mit der klaren Übersicht des unbeteiligten Beobachters. Den Effekt hab ich ja schon öfter beobachten können. In einem neuen Job oder nach einer längeren Pause liegt alles klar vor dir ausgebreitet, wie auf einer Karte. Du siehst alle Zusammenhänge und Schwachstellen, sprühst generell vor Ideen und hast so viele Verbesserungs-Vorschläge dass du allen anderen, die ja immerhin schon mehrere Jahre und auch nicht grundlos so dahinwursteln, auf die Nerven gehst. Und genau diese kühle Distanz kommt mir jetzt schön langsam vorhanden und indirekt proportional zur Länge meiner To-Do Liste wird die Übersicht wieder weniger. Ich nehm das allerdings als gutes Zeichen dass ich schön langsam Teil der Partie werde. Die Kunst wär halt auch im Alltag willentlich in die Vogelperspektive umschalten zu können.

Apropos Vogelperpektive, denselben hat der gute Josef heute abgeschossen. Nachdem er uns schon auf dem Weg in die Arbeit angerufen hat ob wir eh kommen weil er braucht das Auto haben wir die Kiste dann am Abend mit Patschen vorgefunden. Danke Josef. Wahrscheinlich ist er eh nur damit an den Strand gefahren zum abhängen. Sieht so aus als würd ich diesen Blog hauptsächlich dazu benutzen meine Mitarbeiter schlecht zu machen. Na, wo ich doch allen Grund hab! Nevermind, der Reifen war gleich geflickt, hat ganze $3.- gekostet und eine halbe Stunde gedauert, noch Zeit einen neuen Strand zu entdecken. Wen ich jetzt noch tanken auf Arabisch lerne dann bin ich wahrlich unabhängig.

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